Philosophie
Barcelona ist viel mehr als nur Fussball.
Das Barcelona Central ist keine Fussballbeiz. Messi und Co. in Ehren — aber hier dreht sich alles um gutbürgerliche Küche mit iberischem Touch. Tapas und Cordon bleu. Gambas al ajillo und Rahmschnitzel mit Nüdeli. Auf der Weinkarte stehen ausschliesslich spanische Gewächse.

Granada. Nesslau.
Dazwischen: Barcelona.
Die schweizerisch-spanische Mischung ist kein Zufall. Isabel Dionisio Palma Scherrer ist Spanierin, sie kommt aus Granada. Werner Scherrer ist Toggenburger, aus Nesslau. Barcelona liegt geografisch ziemlich genau dazwischen — und mit der Stadt können sich beide identifizieren. So heisst das Lokal.
Bevor die beiden 2016 die Wirtschaft übernahmen, kochten sie sechs Jahre lang gemeinsam in der Küche der Mädchensekundarschule St. Katharina in Wil und führten dort das Catering.
Eröffnet wurde am Freitag, 12. August 2016 — mit zwei Flamenco-Gitarristen und zwei Tänzerinnen. Der alte Schriftzug «Restaurant Central» blieb an der Fassade stehen. Daneben hängt seither schlicht ein schwarzes Schild: Barcelona.

Jeden Morgen bei null
Eine gedruckte Karte gibt es nicht, das Angebot ändert täglich und steht auf den Wandtafeln in der Stube. Die Karte bleibt bewusst klein — dafür ist alles am selben Tag gemacht.
Die Stube selbst: Täferwände aus Honigholz, gedeckte Holztische, ein paar Blumen. Im Sommer sitzt man draussen an der Tonhallestrasse, an den grünen Bistrotischen beim Brunnen.
